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Blutspendezentrale am Klinikum Karlsruhe führt wegen Coronavirus Terminspenden ein

Mitglieder des KIT RacIng-Team spenden Blut

Für Tumorpatienten und Unfallopfer, die am Städtischen Klinikum Karlsruhe behandelt werden, sind jährlich ca. 30.000 Blutpräparate überlebenswichtig. Da die meisten Blutpräparate nur wenige Wochen haltbar sind, ist eine Lagerhaltung nur sehr begrenzt möglich. Daher ist eine verlässliche Versorgung der Patienten entscheidend davon abhängig, dass jeden Tag Blutspenden geleistet werden.

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 führt allgemein zu großer Verunsicherung. Es besteht die Gefahr, dass viele Menschen möglicherweise davon abgehalten werden, Blut zu spenden, was zu einem kritischen Versorgungsengpass für Blutpräparate führen würde. „Um eine verlässliche Versorgung unserer Patienten sicherzustellen, will ich darauf hinweisen, dass die Sicherheit von Blutspendern und Blutpräparaten auch in Zeiten einer Coronakrise gewährleistet werden kann“, betont Privatdozent Andreas Ruf, Leiter der Abteilung für Transfusionsmedizin und Hämostaseologie am Klinikum. „Nach Aufenthalt in einem Risikogebiet für das Coronavirus SARS-CoV-2 darf für vier Wochen kein Blut gespendet werden. Wer sich seit mindestens vier Wochen vollständig gesund fühlt, sollte wie gewohnt zur Blutspende gehen.“

“Wir haben aufgrund der Corona-Krise unsere Öffnungszeiten erweitert und jetzt werktags sowohl vormittags als auch nachmittags geöffnet. So können wir die Anzahl der Personen, die sich gleichzeitig in der Blutspendezentrale befinden reduzieren und ausreichende Sicherheits­abstände sicherstellen. Um einen reibungslosen Ablauf zu erreichen, muss das Spender­aufkommen möglichst gleichmäßig verteilt werden. Daher werden wir Spenden bis auf weiteres nach vorheriger Terminvereinbarung durchführen.“, berichtet Ruf. Die Details können auf http://www.blutspende-ka.de/ abgerufen werden.

Das KA-RaceIng-Team ist durch die aktuelle Lage quasi arbeitslos, da die diesjährigen Wettbewerbe der Formula Student Germany abgesagt wurden. Daher hat das Team, welches seit Jahren sehr erfolgreich am internationalen Konstruktionswettbewerb und der Rennserie für Studenten teilnimmt, bereits vergangenen Mittwoch sämtliche Arbeiten an den selbstkonstruierten Rennwagen am Campus Ost auf unbestimmte Zeit gestoppt. Da auch keine Vorlesungen am KIT stattfinden, hat das KA-RaceIng-Team sich zur Blutspende gemeldet. Der Medizinische Geschäftsführer des Klinikums, Uwe Spetzger, der als medizinischer Berater des Teams tätig ist, freut sich, dass die KIT-Studenten das Klinikum in diesen schweren Zeiten mit dieser Blutspendeaktion tatkräftig unterstützen. „Ich hätte die Studenten am liebsten dafür umarmt, da sie sich in der jetzigen Situation nicht davon haben abbringen lassen, gemeinsam Blut zu spenden. Habe das aber auf die Zeit nach der Coronakrise verschoben, da wir im Moment alle den notwendigen Sicherheitsabstand wahren müssen“, sagte Spetzger.

Autor: Oliver Stilz