Neuigkeiten

Informationen zum neuen Coronavirus (SARS-CoV-2)

Um eine Weiterverbreitung in Deutschland zu verhindern, stehen das frühzeitige Erkennen, Isolieren und das konsequente Einhalten von Hygienemaßnahmen im Vordergrund.  

Wir empfehlen, in Anlehnung an die Empfehlungen des Robert-Koch Institutes, primär folgendes Vorgehen für Personen, die fürchten am neuartigen Coronavirus erkrankt zu sein: Menschen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder Personen, die Kontakt mit einer an SARS-CoV-2 (=COVID-19) erkrankten Person hatten und innerhalb von 14 Tagen Symptome wie Fieber oder Atemwegsprobleme entwickeln, sollen das zuständige Gesundheitsamt kontaktieren, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Telefonische Erreichbarkeit des Gesundheitsamtes Karlsruhe
(Mo.- Do. 8:00 - 12:00, 13:00 - 16:00 Uhr sowie Fr. 8:00 - 15:00 Uhr): 0721 936 81940
Telefonhotline des Landesgesundheitsamtes
(Mo. - So. 9:00 - 18:00 Uhr): 0711 904 39555

Wenn Sie keine Beschwerden haben und sich über den Umgang mit dem Virus informieren möchten, können sich Bürger an folgende Hotlines wenden:

Städtische Hotline
(Mo. - Fr. 8:00 - 18:00 Uhr sowie Sa. und So. 9:00 - 16:00 Uhr): 0721 133 3333
Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung
(rund um die Uhr erreichbar): 116 117
Hotline des Landesgesundheitsamtes
(Mo. - So. 9:00 - 18:00 Uhr): 0711 904 39555
 [06.03.2020]

Stadt und Landkreis Karlsruhe haben zudem ein Internetportal zum neuartigen Coronavirus geschaffen, auf dem aktuelle Informationen gebündelt werden. [16.03.2020]

Grundsätzlich empfehlen wir, sofern es der Gesundheitszustand zulässt, eine telefonische Voranfrage beim behandelnden Hausarzt beziehungsweise vor einer Vorstellung bei einem Notfalldienst oder einer Ambulanz.

Ebenfalls empfehlen wir, dass sich Personen, die sich bei uns in der Klinik vorstellen zur Abklärung eines Corona-Verdachts, möglichst keine Begleitpersonen, die symptomfrei sind, mitzubringen, um eine Ansteckungsgefahr zu vermeiden. [28.02.2020]

 

[25.02.2020] Die Inkubationszeit wird gegenwärtig mit bis zu 14 Tagen angegeben. Die klinischen Symptome einer Infektion mit SARS-CoV-2 umfassen nach derzeitigem Stand Fieber, Schnupfen, Husten, Atembeschwerden, Kurzatmigkeit. Einige Erkrankte leiden an Durchfall. Schwerere Erkrankungen verlaufen als Lungenentzündung, akutes Lungenversagen, Nierenversagen und in wenigen Einzelfällen tödlich.

Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten. Derzeit liegt der Anteil der Todesfälle an den labordiagnostisch bestätigten Erkrankungen bei etwa 2 Prozent, es ist aber wahrscheinlich, dass dieser Anteil tatsächlich geringer ist, weil sich die Daten nur auf solche Patienten beziehen, bei denen eine Untersuchung auf Coronaviren durchgeführt wurde.
(Quelle: Gesundheitsamt Landkreis Karlsruhe)

[25.02.2020] Ohne Symptome
Personen, die in den letzten 14 Tagen aus einem Risikogebiet eingereist sind, können mit dem örtlichen Gesundheitsamt Kontakt aufnehmen. Es wird empfohlen für 14 Tage Kontakte zu minimieren und sich nach Möglichkeit häuslich zu isolieren. Häufiges Händewaschen und Einhaltung der Hustenetikette (sich beim Husten oder Niesen von anderen Personen abwenden und Abstand halten, Einwegtaschentücher nutzen und entsorgen, in die Armbeuge husten oder niesen).

Bei Auftreten von Symptomen Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt. Während dieser Zeit ggf. eigene Kontaktpersonen notieren.
Hinweise zur Händehygiene und Hustenetiquette finden Sie hier:  

Mit Symptomen
Sofortige Kontaktaufnahme mit dem Hausarzt und dem örtlichen Gesundheitsamt mit Hinweis auf den Aufenthalt im Risikogebiet. Das weitere Vorgehen für Diagnostik und Behandlung wird dann abgestimmt.

Die Informationen zu Risikogebieten werden fortwährend vom Robert Koch Institut bewertet und aktualisiert. Bitte überprüfen Sie auch wiederholt ob neue Informationen zu Risikogebieten vorliegen und ob Sie betroffen sind.

Risikogebiete

Sollten Sie sich unsicher sein, ob Sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, empfehlen wir zunächst eine Kontaktreduktion und die üblichen Händehygienemaßnahmen sowie die Einhaltung der Hustenetikette.
(Quelle: Gesundheitsamt Landkreis Karlsruhe)

Der Großteil der Erkrankungen wurde seit Anfang Januar aus der Stadt Wuhan und der Provinz Hubei berichtet, jedoch sind auch eine Vielzahl chinesischer Provinzen betroffen. Zudem wird eine fortgesetzte Übertragung in weiteren Risikogebieten (Regionen in Italien, in Iran, in Südkorea) beschrieben. Auch in Deutschland nimmt die Zahl der bestätigten Fälle zu. Aktuelle Informationen zu den Risikogebieten können auf den Internetseiten des RKI abgerufen werden.

Risikogebiete

Das RKI informiert außerdem über jene weiteren Regionen, in den einzelne Erkrankungsfälle aufgetreten sind, ohne daß bislang eine fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch ("ongoing community transmission") vermutet werden kann. [mehr]

[26.02.2020] Das Klinikum Karlsruhe ist räumlich, technisch und personell auf die Versorgung möglicher Coronavirus-Infizierter auf den Infektionsstationen entsprechend seinem Pandemieplan vorbereitet. Aktuell verfügt das Klinikum über mehrere Betten auf den Infektionsstationen, die für mögliche Coronavirus-Patienten bereitgehalten werden. Das Klinikum passt die räumlichen Ressourcen und  Abläufe laufend den sich ändernden epidemiologischen Gegebenheiten an.

[28.02.2020] Im Umgang mit dem neuartigen Coronavirus (2019-nCoV) folgt das Klinikum den Vorgaben des Pandemieplans. Dieser ist bereits seit geraumer Zeit in Kraft gesetzt und befindet sich aktuell bezüglich Influenza-Infektionen in Phase 2, bezüglich Coronavirus-Infektionen in Phase 1. Dies bedeutet, dass derzeit Patienten, bei denen ein Verdacht auf Coronavirus-Infektion besteht, auf speziellen Infektstationen sowie bei Bedarf auf hierfür vorgesehenen Intensivstationen versorgt werden.

Primär wird angestrebt, Patienten mit Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion direkt über die jeweiligen Infekteingänge (unter Umgehung der Notaufnahmen) zu leiten. Patienten, die sich in der Zentralen Notaufnahme zur Abklärung einer Coronavirus-Infektion vorstellen, werden getrennt von anderen Patienten der Notaufnahme betreut. Zu diesem Zweck wurde ein separierter Untersuchungsbereich für entsprechende Verdachtsfälle in Haus D in Betrieb genommen. Durch die Inbetriebnahme des eingerichteten Untersuchungsbereichs ist für Patienten, Besucher und Mitarbeitende der Kliniken und Einrichtungen von Haus D der Zugang nur noch über die ausgewiesenen Eingänge von Haus R möglich. Wir bitten um die Beachtung der Beschilderung.

[25.02.2020] Im Falle von Verdachtsfällen wird zunächst ein Vorgehen zur Prävention der Übertragung empfohlen – hierzu gehören das Tragen eines mehrlagigen Mund-Nasen-Schutzes mit korrektem Sitz vom Patienten (sofern toleriert), die Unterbringung in einem Isolierzimmer möglichst mit Vorraum/Schleuse, wenn dies nicht möglich ist in einem Einzelzimmer mit eigener Nasszelle, und zusätzlich vom Personal die Verwendung von Schutzkleidung, Schutzbrille, mindestens FFP2-Masken als Atemschutz und Handschuhen neben der konsequenten Einhaltung der Basishygienemaßnahmen. Handelt es sich um einen mittels Labordiagnostik bestätigen Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus werden Maßnahmen empfohlen gemäß den "Empfehlungen des Robert Koch-Institutes für die Hygienemaßnahmen und Infektionskontrolle bei Patienten mit Schwerem Akutem Respiratorischem Syndrom (SARS)".

[26.02.2020] Spezifische medizinische Untersuchungen auf eine Erkrankung durch SARS-CoV-2 sollen nach Angaben des RKI durchgeführt werden bei:

  • Personen mit unspezifischen Allgemeinsymptomen oder akuten respiratorischen Symptomen jeder Schwere UND Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall bis maximal 14 Tage vor Erkrankungsbeginn
  • Personen mit akuten respiratorischen Symptomen jeder Schwere mit oder ohne Fieber UND Aufenthalt in einem Risikogebiet bis maximal 14 Tage vor Erkrankungsbeginn
     

Diese sogenannten „begründeten Verdachtsfälle“ sind bereits als solche (also vor Vorliegen der Ergebnisse der Laboruntersuchung) durch den behandelnden Arzt meldepflichtig.

Darüber hinaus sollen gemäß RKI spezifische medizinische Untersuchungen auf eine Erkrankung mit SARS-CoV-2 (und insbesondere auch auf Influenzaviren) durchgeführt werden in Fällen mit akuten respiratorischen Symptomen, wenn der Patient sich in den vergangenen 14 Tagen in einer Region, aus der SARS-CoV-2-Fälle berichtet wurden, aufgehalten hat.

  • Die Testung erfolgt durch Untersuchung eines tiefen Rachenabstriches, der bei ambulanten Patienten idealerweise durch den Hausarzt genommen und an ein Labor eingesandt wird. Die Untersuchung im Labor dauert ca. 5 bis 6 Stunden.
  • Aus epidemiologischen Gründen wird dringend davon abgeraten, nur zur Entnahme eines Rachenabstriches eine (ggf. überfüllte) Notfallambulanz aufzusuchen. Die Anzahl der möglichen Kontaktpersonen potentieller Coronavirus-Träger sollte so gering wie möglich gehalten werden. Bei beabsichtigtem Aufsuchen einer Praxis oder Notfallambulanz sollte diese vorab telefonisch kontaktiert werden.

[25.02.2020] Eine zugelassene spezifische Therapie oder ein Impfstoff existieren nicht. Die Behandlung erfolgt symptomatisch und orientiert sich an den Krankheitszeichen der Betroffenen.

Petra Geiger
Autor: Petra Geiger